Jahreskonzert 2021 – Bericht

Jahreskonzert 2021 – Bericht

Musikverein Stadtkapelle Freiberg

Jahreskonzert 2021 – musikalischer Auftakt im Prisma

Endlich wieder auf der Bühne spielen – diesen Wunsch erfüllte der Musikverein Stadtkapelle Freiberg seinen Musikern am vergangenen Samstag im Freiberger Prisma. Vor knapp 100 Zuschauern präsentierten die Dirigenten Georgi Lambrinov und Benjamin Gerny vielseitige Konzertmusik, die sie in den vergangenen Monaten in vielen Proben mit Stadt- und Jugendkapelle erarbeitet hatten.

In seiner Begrüßungsrede legte der 1. Vorsitzende Bernd Kroll dar, wie anspruchsvoll die Corona-Pandemie für den Verein war und ist. Lange habe die Vereinsführung mit sich gerungen, bis man sich gegen die Absage des Jahreskonzerts entschieden habe. „Natürlich haben wir alle eine große Verantwortung, um die Pandemie nicht noch größer werden zu lassen“, führte er weiter aus, „aber Pandemie heißt nicht bloß noch zuhause allein im Keller zu sitzen. Wir dürfen unter bestimmten Auflagen noch Veranstaltungen machen. Es ist nicht gewollt, dass in unserer Gesellschaft gar nichts mehr stattfindet.“ Diese Auflagen wurden am Konzert gewissenhaft kontrolliert und umgesetzt. So galt für die Veranstaltung eine Maskenpflicht und beim Einlass wurde gemäß der neuen 2G-plus-Regelung kontrolliert.

Das Eröffnungsstück stand im Zeichen des Komponisten Ludwig van Beethoven. Mit einem Arrangement aus verschiedenen Sinfonien des klassischen Komponisten gedachte die Stadtkapelle seines 250. Geburtstages. MitAuszügen aus Tschaikowskys Nussknacker und dem Stück „Silva Nigra“ von Markus Götz präsentierten die 39 Musiker ihrem Publikum anspruchsvolle Konzertliteratur.

Wie bei den vergangenen Konzerten wurde auch in diesem Jahr die Bühne im Prisma genutzt, um den Jubilaren für ihre Vereinstreue zu danken. Hierbei nahmen Susanne Mechler, Alexander Geiger und Alisa Deuschle die Ehrung für 10 Jahre Mitgliedschaft, Martin Ehmann und Christian Mader die Ehrung für 20 Jahre Mitgliedschaft, sowie Wolfgang Joos die Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft entgegen. Um Dank und Anerkennung Ausdruck zu verleihen, ehrte die Kapelle die Jubilare anschließend mit dem Bozner Bergsteigermarsch.

Im zweiten Teil des Konzerts debütierte Benjamin Gerny als neuer Jugenddirigent. Nach einer kurzen Vorstellung führte er die Jugendkapelle durch das Stück „Pirates of the Caribbean“, wobei die jungen Musiker die verschiedenen Taktart- und Tempowechsel hervorragend meisterten. Im weiteren Verlauf präsentierte die Jugendkapelle weitere Filmmusik aus Klassikern wie Transformers, Star Wars und James Bond, wobei der Jugendmoderator Mirko Wildermuth gekonnt durch das Programm führte und mit seinem Humor für den einen oder anderen Lacher sorgte.

Nach einer kurzen Umbaupause präsentierte sich die Stadtkapelle noch einmal von einer anderen Seite. Mit „Austin’s Theme“ und „Cherry Pink“ zeigten die Musiker, dass sie sich Stilrichtungen wie Bossa Nova und Mambo mit Leichtigkeit einverleiben können. Bei der Anmoderation von „Cinderella’s Dance“, einem Arrangement der Titelmelodie von „drei Nüsse für Aschenbrödel“ sorgte der Moderator Peter Reichert, der bis dahin gekonnt durch den Abend geführt hatte, für Aufsehen. Nach Aschenputtel-Manier warf er einen Sack Nüsse in den Konzertsaal und forderte das Publikum in rauem Ton auf, diese aufzulesen. Gegen später musste er dann doch feststellen, dass diese Aufgabe an ihm selbst hängen bleiben würde. Als Einstimmung für die Vorweihnachtszeit beendete der Musikverein Stadtkapelle Freiberg sein Konzert offiziell mit dem Stück „Rudolph the Red-Nosed Reindeer“. Nach der einen oder anderen Zugabe ging dann ein rundum gelungener Abend zu Ende. Und auch die Nüsse im Konzertsaal fanden ohne Zutun von Peter Reichert auf magische Weise ihren in die Hände eines neuen Besitzers oder in den Sack zurück.

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